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Prof. Dr. med. Bahram Mohammadi

Prof. Dr. med. Bahram Mohammadi

Direktor der Klinik für Neurologie am INI – International Neuroscience Institute®

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Berufliches Profil

Prof. Dr. med. Bahram Mohammadi ist Neurologe mit besonderer Expertise in der klinischen Neurophysiologie, funktionellen Bildgebung, neurodegenerativen Erkrankungen und neurologischen Funktionsdiagnostik. Seit 2011 leitet er die Klinik für Neurologie am INI – International Neuroscience Institute® in Hannover.

Ein besonderer Schwerpunkt seiner klinischen Tätigkeit liegt in der umfassenden neurologischen Diagnostik komplexer Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems. Dabei verbindet er klassische neurologische Untersuchung und moderne elektrophysiologische Verfahren mit funktioneller Bildgebung und neurowissenschaftlichen Methoden.

Prof. Mohammadi studierte Humanmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Von 1999 bis 2005 absolvierte er dort an der Klinik für Neurologie unter der Leitung von Prof. Reinhard Dengler seine Weiterbildung zum Facharzt für Neurologie. Nach seiner Facharztanerkennung im Jahr 2005 war er zunächst weiter an der MHH tätig, insbesondere mit den Schwerpunkten Elektrophysiologie und Neurodegeneration.

Von 2006 bis 2010 arbeitete Prof. Mohammadi als Oberarzt am International Neuroscience Institute Hannover. Anschließend wechselte er als Oberarzt an die Klinik für Neurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, unter der Leitung von Prof. Thomas F. Münte. Im Jahr 2011 kehrte er an das INI Hannover zurück und übernahm die Leitung der Klinik für Neurologie.

Bereits im Jahr 2000 wurde Prof. Mohammadi an der Medizinischen Hochschule Hannover promoviert. Seine Dissertation beschäftigte sich mit den elektrophysiologischen Grundlagen der Paramyotonia congenita und untersuchte mithilfe der Patch-Clamp-Technik die Mechanismen der Kälteabhängigkeit der Symptome.

In seiner weiteren wissenschaftlichen Arbeit beschäftigte er sich unter anderem mit der Physiologie und Pharmakologie inhibitorischer ligandengesteuerter Ionenkanäle. 2006 habilitierte er sich an der Medizinischen Hochschule Hannover und erhielt die Venia Legendi für das Fach Neurologie.

Von 2006 bis 2010 wurde seine wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich der klinischen Neurowissenschaften durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. In dieser Zeit war er am Aufbau einer Forschungsgruppe für funktionelle Bildgebung in Neurologie, Psychiatrie und Psychologie am INI beteiligt. 2011 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt.

Ein zentraler klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt von Prof. Mohammadi ist die funktionelle Bildgebung des Gehirns. Am INI wird diese insbesondere für die präoperative Diagnostik und das funktionelle Brain Mapping bei neurochirurgischen Patienten eingesetzt. Ziel ist es, funktionell relevante Hirnareale und Netzwerke vor einer Operation möglichst präzise zu identifizieren und damit die individuelle Operationsplanung zu unterstützen.

Weitere Schwerpunkte seiner klinischen Tätigkeit sind neurodegenerative Erkrankungen, insbesondere Motoneuronerkrankungen wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), sowie Bewegungsstörungen einschließlich Parkinson-Syndromen und Dystonien.

Darüber hinaus verfügt Prof. Mohammadi über umfassende Erfahrung in der Botulinumtoxin-Therapie, unter anderem bei Dystonien, Spastik, Hyperhidrose und chronischer Migräne.

Ein weiterer wesentlicher Bereich ist die klinische Neurophysiologie. Hierzu gehören Elektromyographie, Elektroneurographie, evozierte Potentiale und Elektroenzephalographie. Diese Verfahren ermöglichen eine differenzierte Funktionsdiagnostik von Erkrankungen des Gehirns, Rückenmarks, peripherer Nerven und der Muskulatur.

Prof. Mohammadi verfügt über mehrere anerkannte fachliche Zertifikate, darunter das Zertifikat für qualifizierte Botulinumtoxin-Therapie des Arbeitskreises Botulinumtoxin der Deutschen Gesellschaft für Neurologie sowie Zertifikate der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung für Elektromyographie und Elektroneurographie, evozierte Potentiale und Elektroenzephalographie.

Er ist Mitglied verschiedener nationaler und internationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften und Netzwerke, darunter der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN), der Organisation for Human Brain Mapping (OHBM)sowie internationaler Forschungsnetzwerke auf dem Gebiet der Neurobildgebung bei ALS.

Unter seiner Leitung wurden am INI zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Kooperationen aufgebaut, unter anderem mit der Medizinischen Hochschule Hannover, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, der University of Twente und dem Imperial College London.

Die Arbeit von Prof. Mohammadi verbindet klinische Neurologie, moderne Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung. Ziel ist eine möglichst präzise Funktionsdiagnostik des Nervensystems und die unmittelbare Übertragung dieser Erkenntnisse in die individuelle neurologische und neurochirurgische Behandlung.