Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Madjid Samii

Präsident und Gründer des INI – International Neuroscience Institute®
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Berufliches Profil
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Madjid Samii zählt zu den international bedeutendsten Neurochirurgen seiner Generation und zu den maßgeblichen Wegbereitern der modernen Mikroneurochirurgie und Schädelbasischirurgie. Über mehr als fünf Jahrzehnte hat er die operative Behandlung komplexer Erkrankungen des Gehirns, der Schädelbasis, der Hirnnerven und des kraniozervikalen Übergangs entscheidend mitgeprägt. Zahlreiche von ihm entwickelte, verfeinerte und international vermittelte mikrochirurgische Techniken sind heute fester Bestandteil der modernen Neurochirurgie.
Nach seinem Medizinstudium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz absolvierte Madjid Samii 1963 das Medizinische Staatsexamen und wurde 1964 promoviert. Parallel zu seinem Medizinstudium widmete er sich mehrere Jahre einem zusätzlichen Studium der Zoologie und Botanik an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Mainz. Nach seiner Medizinalassistenz in verschiedenen klinischen Fachgebieten begann er seine neurochirurgische Laufbahn an der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mainz.
Bereits früh zeichnete sich seine besondere wissenschaftliche und operative Entwicklung ab. 1970 erhielt er die Anerkennung als Facharzt für Neurochirurgie, wurde zum ersten Oberarzt und stellvertretenden Klinikdirektor ernannt und habilitierte sich im selben Jahr für das Fach Neurochirurgie. Wenig später folgte die Ernennung zum Professor. Bereits in dieser frühen Phase seiner Karriere etablierte er regelmäßig stattfindende mikrochirurgische Ausbildungskurse und legte damit einen wichtigen Grundstein für die systematische internationale Weitergabe moderner mikrochirurgischer Techniken.
1977 übernahm Madjid Samii die Leitung der Neurochirurgischen Klinik am Krankenhaus Nordstadt Hannover. Hannover entwickelte sich unter seiner Führung über die folgenden Jahrzehnte zu einem international anerkannten Zentrum für komplexe Neurochirurgie. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten die Chirurgie der Schädelbasis, der Hirnnerven und komplexer intrakranieller Tumoren sowie die Entwicklung funktionserhaltender mikrochirurgischer Strategien.
Ab 1979 organisierte und leitete Prof. Samii regelmäßig internationale Kurse für Schädelbasischirurgie. Diese Ausbildungsprogramme wurden von Neurochirurgen aus zahlreichen Ländern besucht und trugen wesentlich dazu bei, moderne Techniken der Mikrochirurgie und Schädelbasischirurgie weltweit zu verbreiten. Zahlreiche Neurochirurgen, die später selbst führende akademische und klinische Positionen übernahmen, wurden durch seine operative Arbeit, seine Lehre und seine neurochirurgische Schule nachhaltig geprägt.
Neben seiner klinischen Tätigkeit erhielt Madjid Samii zahlreiche internationale akademische Berufungen, Rufe und Einladungen an führende Universitäten und medizinische Institutionen weltweit. Im Laufe seiner Karriere hatte er eine außergewöhnlich große Zahl an Visiting Professorships in Europa, Nordamerika, Asien und weiteren Regionen der Welt inne. Zu den ausgewählten Stationen zählen unter anderem die Harvard University in Boston, die University of Toronto, die University of California Los Angeles (UCLA) und die University of Florida. Darüber hinaus erhielt er Rufe an renommierte Universitäten, unter anderem an die Universität Leiden.
1983 organisierte und leitete er eine der ersten weltweiten medizinischen Telekommunikationskonferenzen mit Teilnehmern auf mehreren Kontinenten. Zu einer Zeit, als internationale digitale Kommunikation noch in den Anfängen stand, verdeutlichte dieses visionäre Projekt bereits sein besonderes Interesse an technologischer Innovation und globalem wissenschaftlichem Austausch.
1988 übernahm Prof. Samii den Lehrstuhl für Neurochirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Über viele Jahre leitete er die Neurochirurgischen Kliniken der Medizinischen Hochschule Hannover und des Klinikums Hannover Nordstadt und baute Hannover weiter zu einem international sichtbaren Zentrum der Neurochirurgie aus.
Ein wesentlicher Teil seines wissenschaftlichen Lebenswerks ist mit der Entwicklung der modernen Schädelbasischirurgie verbunden. Madjid Samii war Gründungsmitglied und erster Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie und übernahm führende Funktionen in internationalen Fachgesellschaften. Er war Präsident bedeutender internationaler Gesellschaften auf dem Gebiet der Schädelbasischirurgie und leitete den ersten Internationalen Kongress für Schädelbasischirurgie.
Von 1997 bis 2001 stand Prof. Samii als Präsident an der Spitze der World Federation of Neurosurgical Societies (WFNS), der weltweiten Dachorganisation der Neurochirurgie. Anschließend wurde er zu deren Ehrenpräsidenten ernannt. Diese Funktionen unterstreichen seine außergewöhnliche internationale Bedeutung für die Entwicklung des Faches und für die weltweite neurochirurgische Zusammenarbeit.
Die Verbindung von hochspezialisierter Patientenversorgung, Forschung, technologischer Innovation und internationaler Ausbildung führte schließlich zu der Vision eines eigenständigen neurowissenschaftlichen Zentrums. Diese Vision verwirklichte Madjid Samii mit der Gründung des International Neuroscience Institute (INI) Hannover. Seit der Eröffnung des INI im Jahr 2000 prägt er das Institut als Gründer und Präsident.
Das INI entstand mit dem Anspruch, Patienten aus Deutschland und aus aller Welt eine hochspezialisierte interdisziplinäre Versorgung für komplexe neurologische und neurochirurgische Erkrankungen anzubieten und gleichzeitig Forschung, Ausbildung, technologische Entwicklung und internationale wissenschaftliche Kooperation unter einem Dach zu verbinden. Dieses Konzept spiegelt zentrale Elemente des beruflichen Lebenswerks von Madjid Samii wider: höchste operative Spezialisierung, internationale Zusammenarbeit, kontinuierliche Innovation und die konsequente Weitergabe medizinischen Wissens an kommende Generationen.
Besondere internationale Anerkennung erlangte Prof. Samii durch seine Arbeit auf dem Gebiet der Schädelbasis- und Hirnnervenchirurgie. Insbesondere die mikrochirurgische Behandlung komplexer Tumoren, darunter Vestibularisschwannome, Meningeome und andere Läsionen der Schädelbasis, sowie Operationen im Bereich der Hirnnerven wurden durch seine Techniken und seine außergewöhnliche operative Erfahrung maßgeblich weiterentwickelt. Ein zentrales Prinzip seiner chirurgischen Schule war dabei stets, eine möglichst vollständige und effektive Behandlung mit dem größtmöglichen Erhalt neurologischer Funktionen zu verbinden.
Auch die Ausbildung junger Neurochirurgen nimmt in seinem Lebenswerk eine besondere Stellung ein. Über Jahrzehnte kamen Ärzte und Wissenschaftler aus zahlreichen Ländern nach Hannover, um von seiner chirurgischen Erfahrung zu lernen. Viele seiner Schüler und Fellows übernahmen später selbst führende akademische und klinische Positionen und trugen seine mikrochirurgische Philosophie an neurochirurgische Zentren in aller Welt weiter. Dadurch entstand ein weitreichendes internationales Netzwerk neurochirurgischer Schulen, Spezialisten und wissenschaftlicher Kooperationen, das weit über Hannover hinausreicht.
Für seine klinischen, wissenschaftlichen und akademischen Leistungen erhielt Madjid Samii eine außergewöhnlich große Zahl nationaler und internationaler Ehrungen. Zu den bedeutenden Auszeichnungen gehören der Niedersächsische Preis für Wissenschaft, das Bundesverdienstkreuz, die Olivecrona Medal des Karolinska Institut in Stockholm, die Aristoteles Goldmedaille der Universität Thessaloniki sowie zahlreiche weitere renommierte internationale wissenschaftliche Preise und Medaillen.
Universitäten und medizinische Fakultäten auf der ganzen Welt verliehen ihm zahlreiche Ehrendoktorwürden, Ehrenprofessuren und weitere akademische Auszeichnungen. Darüber hinaus ist er Ehrenmitglied zahlreicher internationaler neurochirurgischer und medizinischer Fachgesellschaften. Diese Ehrungen spiegeln die außergewöhnliche weltweite Anerkennung seines Beitrags zur Neurochirurgie, zur akademischen Medizin und zur internationalen medizinischen Ausbildung wider.
Sein wissenschaftliches Werk umfasst mehr als 400 Originalpublikationen sowie zahlreiche Bücher, Buchbeiträge und wissenschaftliche Monographien. Seine Arbeiten haben über mehrere Jahrzehnte insbesondere die Entwicklung der Mikroneurochirurgie, Schädelbasischirurgie und Hirnnervenchirurgie begleitet und nachhaltig beeinflusst.
Prof. Madjid Samii steht wie nur wenige Neurochirurgen für die Verbindung von operativer Exzellenz, wissenschaftlicher Innovation, internationaler Zusammenarbeit und medizinischer Ausbildung. Sein Lebenswerk hat die moderne Neurochirurgie nachhaltig geprägt. Mit der Gründung des International Neuroscience Institute in Hannover schuf er zugleich eine Institution, in der diese Prinzipien bis heute in hochspezialisierter Patientenversorgung, Forschung, Innovation und Ausbildung fortgeführt werden.
Curriculum Vitae
Das Curriculum Vitae wird derzeit aufbereitet und in Kürze ergänzt.
in Vorbereitung
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Vollständige Vita, Auszeichnungen und akademische Ehrungen
Prof. Dr. med. Dr. h. c. mult. Madjid Samii, Präsident und Gründer INI – International Neuroscience Institute®. Sein Medizinstudium absolvierte er von 1957 bis 1963 an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. In den Jahren 1958 bis 1962 widmete er sich einem Zweitstudium in den Fächern Zoologie und Botanik an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität. Madjid Samii machte 1963 das Medizinische Staatsexamen, seine Promotion erfolgte 1964 an der Universität Mainz.
Im April 1963 beging er seine Medizinalassistenzzeit in den Fächern Innere Medizin und Gynäkologie, ab März 1965 kamen die Fächer Geburtshilfe und Chirurgie hinzu, sowie eine achtmonatige Assistenzzeit in der Neurochirurgie.
Ab April 1965 war Prof. Dr. Dr. Madjid Samii Wissenschaftlicher Assistent an der Neurochirurgischen Universitätsklinik Mainz. Im Jahr 1970 erfolgte seine Anerkennung als Facharzt für Neurochirurgie sowie die Ernennung zum ersten Oberarzt und Stellvertretenden Klinikdirektor. Noch im selben Jahr erfolgte seine Habilitation für das Fach Neurochirurgie. Außerdem wurde er zum Oberarzt einer wissenschaftlichen Hochschule ernannt. Bereits im Jahr darauf ernannte man Madjid Samii zum außerplanmäßigen Professor. Zu dieser Zeit übernahm er die Organisation und Leitung von jährlich stattfindenden Kursen in Mikrochirurgie.
Dies tat er bis 1977. Im Jahr 1974 erfolgte die Ernennung Samiis zum Wissenschaftlichen Rat und Professor an einer wissenschaftlichen Hochschule mit Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
Seit 1977 ist er Direktor der Neurochirurgischen Klinik im Krankenhaus Nordstadt Hannover.
Seit dem Jahr 1979 übernimmt Samii die Organisation und Leitung von jährlich stattfindenden Kursen in Schädelbasischirurgie. 1982 folgte er dem Ruf einer Gastprofessur an die Medizinische Fakultät der Harvard University Boston.
1983 fiel die Organisation und Durchführung der ersten weltweiten medizinischen Telekommunikations-Konferenz, mit Teilnehmern in allen Kontinenten, unter seine Leitung.
Im Jahr 1986 übernahm Prof. Dr. Dr. Madjid Samii den Lehrstuhl der Neurochirurgie an der Universität Leiden in den Niederlanden. Von 1986 bis 1988 übernahm er die Präsidentschaft der „International Society of Skull Base Study Group“. Darüber hinaus erfolgte im September 1987 eine Olivecrona Vorlesung mit Verleihung der Nobel-Medaille am Karolinska Institut in Stockholm, Schweden. Ende 1987 folgte Samii dem Ruf an die Universität Mainz für den Lehrstuhl der Neurochirurgie.
Im Jahr darauf übernahm er den Lehrstuhl für Neurochirurgie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Ebenfalls 1988 wurde ihm der Niedersächsische Preis für Wissenschaft verliehen. Außerdem erhielt er das Bundesverdienstkreuz für besondere Verdienste um die wissenschaftliche und praktische Entwicklung in der Neurochirurgie, das ihm durch Bundespräsident Richard von Weizsäcker verliehen wurde. Noch im selben Jahr erfolgte Samiis Ernennung zum Ehrenprofessor der Medizinischen Fakultät der Militärakademie in Peking, China.
Ebenfalls erfolgte eine Keith Professur an der Universität von Toronto, Kanada, und er wurde Vizepräsident der „International Skull Base Society“. 1989 übernahm Samii die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie e.V. Des Weiteren erfolgte die Erhebung zur Gastprofessur auf Lebenszeit an der Medizinischen Fakultät der University of California (UCLA), Los Angeles, USA, und Ernennung zum Gastdirektor des Schädelbasiszentrums an der Neurochirurgischen Klinik der UCLA. Ebenfalls 1989 erfolgte die Obrador Vorlesung mit Verleihung der Medaille in Madrid, Spanien.
Im Jahr 1991 war Prof. Dr. Dr. Madjid Samii Gründungsmitglied und 1. Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie, Gründungsmitglied und 1. Präsident der Stiftung Neurobionik, Gründungs-Präsident des Kuratoriums der Stiftung AWD-Kinderhilfe Hannover und Ehrengast der North American Skull Base Society.
1992 hielt er eine Lars Leksell Vorlesung in Charlottesville, USA, war Präsident der Internationalen Gesellschaft für Schädelbasischirurgie, Präsident des 1. Internationalen Kongresses für Schädelbasischirurgie und wurde zum Ehrenprofessor durch die Medizinische Hochschule der Universität von Uruguay ernannt.
1994 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Osario, Argentinien verliehen, zudem wurde Samii mit der Ehrendoktorwürde für Medizin der Katholischen Universität Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Brasilien geehrt. Madjid Samii war 1995 Mitglied des Kuratoriums zur Expo 2000 in Hannover.
Im Jahr darauf erfolgte die Wahl zum 1. Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie. Seit 1996 ist er Direktor der Neurochirurgischen Kliniken der Medizinischen Hochschule Hannover und des Klinikums Hannover Nordstadt.
Im Juli 1997 übernahm er bis 2001 die Präsidentschaft der WFNS (World Federation of Neurosurgical Societies). Im Juni 1998 wurde Samii die „Aristoteles Goldmedaille“ durch die Universität Thessaloniki verliehen.
Im April 2000 folgte die Ernennung zum Ehrenprofessor für Neurochirurgie durch die Universität von Florida, Gainesville, USA. 2000 wurde er Ärztlicher Direktor des „International Neuroscience Institute“ und wurde mit dem Rudolf-Frey-Preis für ausgezeichnete Leistungen auf dem Gebiet der Schmerztherapie geehrt.
Im Jahr darauf, 2001, erfolgte die Ernennung zum Ehrenpräsident der CURAC Deutsche Gesellschaft für Computer- und Roboterassistierte Chirurgie e.V. und die Ernennung zum Ehrenpräsident World Federation of Neurosurgical Societies.
Zu Ehren seines 65. Geburtstages und des 25-jährigen Jubiläums als Neurochirurg in Hannover, wurde Prof. Samii im Juni 2002 das Ehrenzeichen der Deutschen Verkehrswacht in Gold verliehen.
Eine besondere Ehre wurde ihm 2003 mit dem „McLaughlin-Gallie Visiting Professorship of the Royal College of Physicians and Surgeons of Canada with the award of $10,000“ zuteil. Dieser Preis wurde zum ersten Mal seit 1960 einem Deutschen und weltweit einem Neurochirurgen verliehen.
Über 15 Bücher und Buchbeiträge und 400 Originalpublikationen.
