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Prof. Dr. med. Rudolf Fahlbusch

Prof. Dr. med. Rudolf Fahlbusch

Direktor des Zentrums für Endokrine Neurochirurgie am INI – International Neuroscience Institute®

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Berufliches Profil

Prof. Dr. med. Rudolf Fahlbusch zählt international zu den erfahrensten und renommiertesten Spezialisten auf dem Gebiet der endokrinen Neurochirurgie. Im Mittelpunkt seiner klinischen und wissenschaftlichen Tätigkeit stehen Erkrankungen der Hypophyse und der Hypothalamusregion, insbesondere Hypophysenadenome, Kraniopharyngiome und weitere komplexe Tumoren der Sellaregion.

Im Verlauf seiner beruflichen Tätigkeit hat Prof. Fahlbusch mehr als 4.000 Patientinnen und Patienten mit Hypophysentumoren operiert sowie prä- und postoperativ betreut. Seine besondere Expertise umfasst die gesamte interdisziplinäre Diagnostik und Behandlung endokriner neurochirurgischer Erkrankungen – von der differenzierten endokrinologischen und ophthalmologischen Diagnostik über die operative Therapie bis hin zur medikamentösen Behandlung, Radiotherapie und strukturierten Verlaufskontrolle.

Ein Schwerpunkt seiner chirurgischen Tätigkeit sind minimalinvasive und endoskopische Operationsverfahren an Hypophyse und Schädelbasis. Gerade Eingriffe im Bereich von Hypophyse und Hypothalamus erfordern aufgrund der unmittelbaren Nähe zu Sehnerven, Gefäßen, hormonellen Regulationszentren und weiteren sensiblen Strukturen ein Höchstmaß an mikrochirurgischer Erfahrung und Präzision.

Darüber hinaus gehört Prof. Fahlbusch zu den internationalen Wegbereitern der technologischen Weiterentwicklung der Neurochirurgie. Bereits früh beschäftigte er sich mit der Integration von Ingenieurwissenschaften, Computertechnologie, funktioneller Neuronavigation, intraoperativem neurophysiologischem Monitoring und intraoperativer Bildgebung in neurochirurgische Eingriffe. Die Etablierung hochmoderner Operationskonzepte mit computergestützter Navigation und intraoperativer Bildgebung hat seine wissenschaftliche und klinische Arbeit entscheidend geprägt.

Nach seinem Medizinstudium in Göttingen und München absolvierte Prof. Fahlbusch seine neurochirurgische Ausbildung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1977 habilitierte er sich für das Fach Neurochirurgie und wurde 1980 zum Professor für Neurochirurgie an der LMU München ernannt.

Von 1982 bis 2005 war er Ordinarius für Neurochirurgie und Direktor der Neurochirurgischen Universitätsklinik Erlangen-Nürnberg, die sich unter seiner Leitung zu einem international renommierten neurochirurgischen Zentrum entwickelte. Dort etablierte er unter anderem innovative Konzepte der Hypophysenchirurgie, der bildgestützten Neurochirurgie und der interdisziplinären neurologisch-neurochirurgischen Versorgung.

Seit 2005 leitet Prof. Fahlbusch das Zentrum für Endokrine Neurochirurgie am International Neuroscience Institute (INI) Hannover.

Die Betreuung von Patienten mit Erkrankungen der Hypophyse und Hypothalamusregion erfolgt am INI interdisziplinär unter Einbeziehung insbesondere der Endokrinologie, Ophthalmologie, Neuroradiologie und Strahlentherapie. Im Rahmen einer individuellen Beratung werden sämtliche therapeutischen Möglichkeiten bewertet. Neben einer Operation können – abhängig vom jeweiligen Krankheitsbild – medikamentöse Therapien, eine Radiotherapie oder auch ein kontrolliertes abwartendes Vorgehen sinnvoll sein.

Prof. Fahlbusch ist Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher nationaler und internationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften. Unter anderem ist er Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, Mitglied im Beirat des Netzwerks Hypophyse sowie Vorstandsmitglied des Kraniopharyngiom-Forums.

Seine wissenschaftliche und klinische Arbeit steht für die Verbindung von jahrzehntelanger operativer Erfahrung, hochspezialisierter endokriner Neurochirurgie und dem konsequenten Einsatz moderner Technologien mit dem Ziel einer möglichst präzisen und zugleich schonenden Behandlung.