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Prof. Dr. med. Jürgen Harms

Prof. Dr. med. Jürgen Harms

Senior Consultant für Wirbelsäulendeformitäten und Spezielle Wirbelsäulenchirurgie am INI – International Neuroscience Institute®

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Berufliches Profil

Prof. Dr. med. Jürgen Harms zählt zu den international bedeutendsten Pionieren der modernen Wirbelsäulenchirurgie. Über mehrere Jahrzehnte hat er insbesondere die operative Behandlung komplexer Wirbelsäulendeformitäten, der Skoliose sowie von Tumoren und Instabilitäten der Wirbelsäule durch die Entwicklung neuer Operationstechniken, Zugangswege und Implantatsysteme entscheidend mitgeprägt. Seine Verfahren und technischen Entwicklungen haben Eingang in die internationale Wirbelsäulenchirurgie gefunden und werden bis heute weltweit eingesetzt.

Seit der Gründung des INI – International Neuroscience Institute® Hannover operiert Prof. Harms am INI Patienten mit komplexen Wirbelsäulendeformitäten und besonders anspruchsvollen Erkrankungen der Wirbelsäule. Seit dem 1. August 2024 ist er ausschließlich am INI Hannover tätig.

Sein besonderer klinischer Schwerpunkt liegt auf der komplexen Deformitätenchirurgie der Wirbelsäule, insbesondere bei Skoliosen und Kyphosen sowie bei angeborenen und erworbenen Fehlstellungen. Darüber hinaus verfügt er über außergewöhnliche Erfahrung in der operativen Behandlung komplexer spinaler Tumoren, Instabilitäten, Fehlbildungen und Revisionseingriffe.

Prof. Harms hat wesentliche Entwicklungen der modernen instrumentierten Wirbelsäulenchirurgie initiiert oder maßgeblich weiterentwickelt. Hierzu gehören insbesondere Konzepte der Skoliose- und Deformitätenkorrektur, der Tumorchirurgie, der transforaminalen lumbalen interkorporellen Fusion (TLIF), der posterioren Hemivertebraresektion sowie der Stabilisierung des atlantoaxialen Übergangs C1/2. Mehrere dieser Verfahren sind heute fester Bestandteil der internationalen Wirbelsäulenchirurgie.

Besonders eng ist sein Name mit der Entwicklung moderner spinaler Implantate verbunden. Der von ihm entwickelte Harms-Titan-Korb wurde zu einem international etablierten Implantat für den Wirbelkörperersatz. Ebenso war Prof. Harms maßgeblich an der Entwicklung und klinischen Einführung polyaxialer Schraubensysteme beteiligt, die heute zu den grundlegenden Konstruktionsprinzipien moderner spinaler Instrumentationssysteme gehören.

Die sogenannte Harms-Technik zur posterioren C1/2-Fixation mit C1-Massae-laterales- und C2-Pedikelschrauben wurde zu einem international anerkannten Verfahren zur Stabilisierung des atlantoaxialen Übergangs. In der neurochirurgischen Fachliteratur wird die 2001 von Jürgen Harms beschriebene Technik als wesentliche Weiterentwicklung der C1/2-Stabilisierung beschrieben.

Auch in der Behandlung angeborener Wirbelsäulendeformitäten setzte Prof. Harms wichtige operative Maßstäbe. Die posteriore Hemivertebraresektion mit transpedikulärer Instrumentation, die insbesondere bei kongenitalen Skoliosen eingesetzt wird, wurde von ihm Anfang der 1990er-Jahre eingeführt und hat die operative Behandlung dieser komplexen Fehlbildungen nachhaltig beeinflusst.

Neben seiner klinischen Tätigkeit beschäftigte sich Prof. Harms über Jahrzehnte intensiv mit der Entwicklung neuer Operationstechniken, Implantate, Instrumente und Biomaterialien für die Wirbelsäulenchirurgie. Die enge Verbindung von chirurgischer Erfahrung und technischer Innovation ist ein wesentliches Merkmal seiner Arbeit.

Seine Expertise in der Behandlung von Wirbelsäulendeformitäten dokumentiert auch das gemeinsam mit Prof. Robert A. Dickson verfasste Standardwerk „Modern Management of Spinal Deformities“. Der Thieme Verlag bezeichnet beide Autoren ausdrücklich als weltweit renommierte Pioniere auf dem Gebiet der Wirbelsäulenchirurgie.

Prof. Harms blickt auf eine außergewöhnlich große operative Erfahrung zurück und hat im Verlauf seiner Karriere mehr als 10.000 Wirbelsäulenoperationen durchgeführt beziehungsweise geleitet. Damit gehört er zu den erfahrensten Wirbelsäulenchirurgen seiner Generation.

Seine internationale Bedeutung spiegelt sich auch in zahlreichen wissenschaftlichen Kooperationen, Gastoperationen und Vorträgen auf internationalen Kongressen wider. Prof. Harms ist Ehrenmitglied der Scoliosis Research Society (SRS), einer der weltweit führenden wissenschaftlichen Fachgesellschaften für Wirbelsäulendeformitäten.

Am INI bringt Prof. Harms damit eine weltweit außergewöhnliche operative Erfahrung und eine über Jahrzehnte gewachsene Pionierleistung in der Entwicklung moderner Wirbelsäulenchirurgie ein. Sein Schwerpunkt liegt insbesondere auf Patienten mit komplexen Wirbelsäulendeformitäten und Erkrankungen, bei denen höchste Erfahrung in rekonstruktiver und instrumentierter Wirbelsäulenchirurgie erforderlich ist.